Kinderladen123
 
 

Pädagogische Grundlagen

Die Arbeit unserer Einrichtung versteht Bildung und Erziehung als ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen Kindern und Erwachsenen. Unsere pädagogischen Grundgedanken sind beeinflusst von den Konzepten der Montessori- und Reggiopädagogik wie auch des situationsorientierten Ansatzes.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik:

  • das Kind in seiner Persönlichkeit achten, es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
  • seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt
  • ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
  • ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen, denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
  • ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Prinzipien der Reggiopädagogik:

  • das optimistische Bild vom Kind, das sich aktiv mit sich, seiner gegenständlichen und sozialen Umwelt auseinandersetzt
  • ein Lernbegriff, der Lernen als forschendes und entdeckendes Lernen versteht
  • die Erzieherin/ die Erwachsene übernimmt die Rolle der Begleiterin
  • die Gewinnung von Projektinhalten aus dem Alltag zur Eingebundenheit in den Alltag der Einrichtung und ihrem sozialen Umfeld
  • die sinnliche und gegenständliche Dokumentation des Projektprozesse, der Ergebnisse und der Projektauswertung

Prinzipien des Situationsorientierten Ansatzes:

  • an die Interessen des Kindes bzw. der Gruppe anzuknüpfen und auf aktuelle Ereignisse flexibel einzugehen
  • auf die dem Kind entsprechende erlebnis-, gedanken- und handlungsbezogenen Lernweisen einzugehen
  • auf den vorhandenen Erfahrungsbereich aufzubauen
  • Defizite durch entsprechende kompensatorische Maßnahmen anzugehen
  • die unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnisse des einzelnen Kindes für die Kommunikation untereinander zu nutzen
  • den Kindern angemessene Hilfen zur Verarbeitung von Konflikten zu geben
  • dem einzelnen Kind einerseits Anregungen anzubieten, ihm aber andererseits den Freiraum zu belassen, seine jeweiligen Absichten und Möglichkeiten im Rahmen seiner Fähigkeiten zu verwirklichen

Unser Ziel ist eine ganzheitliche Erziehung, die kreativ und phantasievoll die individuellen Kompetenzen der Kinder, ihre Selbständigkeit und ihr soziales Verhalten fördern möchte.

Dem Leitsatz folgend "Hilf mir es selbst zu tun", begeben wir uns mit den Kindern gemeinsam auf den Weg in einer Lern- und Lebensgemeinschaft in eine dialogische Beziehung zueinander zu treten. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Menschenbildes, welches das Kind als kompetent und selbsttätig begreift. Als Entdecker, Forscher und Philosoph ist das Kind damit immer auch selbständiger Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung, der Welt und seines Wissens.

Unsere Aufgabe als ErzieherInnen ist es, die kindlichen Sinne und Kompetenzen
herauszufordern, um die individuellen Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeiten der Kinder entfalten zu helfen. Indem wir Impulse, wie Zuneigung, Wohlbefinden, Zeit, vielfältigste Materialien, Raum, Aktivitäten und Ausdrucksmöglichkeiten bieten, begleiten wir das Kind in seiner individuellen Entwicklung. Damit stehen soziales Lernen und die realen Lebensbedingungen der einzelnen Kinder im Mittelpunkt unseres pädagogischen Alltags.

Des Weiteren zählt eine Alters- und Geschlechtermischung der Gruppe, die Beteiligung der Kinder an der pädagogischen Planung (z.B. orientiert sich der pädagogische Rahmenplan an den Themen und Interessen der Kinder) und eine möglichst flexible Tageseinteilung, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientiert (z.B. Raum und Zeit für Freispiel) zu den wichtigsten Grundprinzipien unserer Pädagogik. In diesem Zusammenhang ist für uns eine aktive Elternmitarbeit ebenso von zentraler Bedeutung, da Eltern die wichtigsten Partner in der Erziehung ihrer Kinder sind und damit am pädagogischen Geschehen beteiligt werden.